AS Lärmschutz GmbH
Um dem Lärmschutz in angemessener Weise nachzukommen, ist eine Beobachtung der Schallentwicklung durch Lärmmessungen erforderlich.
Der Airport Bremen unterhält zu diesem Zweck insgesamt neun stationäre Messstellen sowie einen Lärmmesswagen. Mit dieser mobilen Messstelle können bei Bedarf an verschiedenen Punkten Lärmwerte gemessen werden. Zur besseren Beurteilung der Lärmschmessdaten werden meteorologische Informationen direkt vom Deutschen Wetterdienst zur Auswertung hinzugezogen, da Schallereignisse auch von bestimmten Witterungseinflüssen - wie z.B. Windstärke und -richtung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit - abhängen. Über das Telekommunikationsnetz werden die gemessenen Daten direkt an den zentralen Lärmmessrechner am Flughafen geschickt, wo sie zu den Flugdaten wie Flugnummer, Flugzeugtyp etc. zugeordnet werden.
Zur Abschirmung der Umgebung gegen den Bodenlärm hat der Airport Bremen drei verschiedene Systeme von biologischen Lärmschutzwänden installiert. Im Westbereich des Flughafens befindet sich entlang des Zurollweges zur Start- und Landebahn eine 450 Meter lange Reetwand, die mit Kletterpflanzen begrünt ist. Die zweite vegetative Lärmschutzwand am Neuenlander Feld 350 Meter lange doppelte Weidengeflechtwand, die mit Mutterboden gefüllt ist. Die dritte Variante ähnelt äußerlich einer dichten Efeuranke - die Raumgitterkonstruktion aus Stahl ist mit einem speziellen Erdsubstrat verfüllt und mir Bodendeckern und Rankern bepflanzt. Alle drei Lärmschutzwände bieten mehr als die geforderte Lärmminderung: Sie speichern Regenwasser und verbessern durch Verdunstung in Trockenzeiten das Mikroklima, binden Staub und und produzieren Sauerstoff. Durch die ökologischen Vorteile bieten sie Lebensraum für Klein- und Kleinsttiere - ein Beispiel dafür dass wirkungsvoller Lärmschutz auf Betonwände verzichten kann.